Archive for April 2017

Pressemitteilung

Pressemitteilung zum Weltgesundheitstag 2017

Weltgesundheitstag 2017 widmet sich Depression – Ursachen, Erkennen und Heilungs-Chancen

Bergisch Gladbach, 20. April 2017 – Der Weltgesundheitstag am 7. April 2017 widmete sich einer zentralen Volkskrankheit. Unter dem Motto „Depression, sprechen wir´s an“ haben zahlreiche Veranstaltungen Möglichkeiten zur Hilfe und Therapie untersucht. Zugleich wurden Wege gesucht, Vorurteile und Ängste im Umgang mit der Krankheit abzubauen. „Die Depression gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Viele Betroffene oder Angehörige scheuen den Weg zum Arzt. Dabei gibt es enorme Fortschritte in der erfolgreichen Behandlung des Krankheitsbildes“, so Michael H. Lux, ärztlicher Leiter und Psychotherapeut am zentrum für psychische gesundheit und wohlbefinden in Bergisch Gladbach.

Stress, Unzufriedenheit im Job oder Arbeitsplatzverlust, Trennung oder ein fehlendes soziales Umfeld gehören zu den zentralen Faktoren, die eine Depression auslösen können. Es kommt zu Verlust an Interessen und Freude, Mangel an Energie, Antriebslosigkeit, Ängsten oder Schlaflosigkeit. Halten diese Symptome länger als zwei Wochen an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. „Dies gilt auch, wenn das gewohnte Leben noch aufrechterhalten wird“, so Michael H. Lux. „Erst bei schweren Verläufen werden soziale Aktivitäten, Haushalt oder Arbeit vernachlässigt.“

Wenn eine Depression erkannt wird ist in der Regel heute eine Heilung bzw. erhebliche Linderung der Beschwerden machbar, verdeutlicht der erfahrene Arzt und Psychotherapeut. „Je nach Verlauf und Schwere der Depression begegnen wir der Krankheit mit einer Psychotherapie oder dem Einsatz entsprechender Medikamente, die heute sehr genau unter Abwägung der Nebenwirkungen dosiert werden können. Gegebenenfalls werden beide Maßnahmen sogar kombiniert. Dadurch erreichen wir eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.“

Die Versorgungssituation mit Psychotherapeuten und psychiatrischen Praxen sei zwar noch optimierbar, ergänzt Lux in Bergisch Gladbach. „Wir raten potentiell Betroffenen möglichst viele Praxen anzufragen. Hierbei kann gegebenenfalls ein Angehöriger unterstützen. Auch Privatpraxen bieten Kassenpatienten Möglichkeiten zur raschen Linderung.“

 

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Artikel über Antidepressiva

Antidepressiva vs Psychotherapie

In diesem sehr informativen Artikel der Zeitung „Der Tagesspiegel“ wird die häufige Verschreibung von Antidepressiva sehr kritisch bewertet und darauf hingewiesen, dass in einer Studie von Gartlehner bei einer bestimmten Depressionsschwere eine kognitive Verhaltenstherapie genauso wirksam war wie die Verabreichung eines Antidepressivums. Erwartungsgemäß war die kognitive Verhaltenstherapie dabei deutlich nebenwirkungsärmer.

Trotz der in diesem Zeitungsartikel dargestellten Fakten sind Antidepressiva für diejenigen Patienten, die ebensogut mit kognitiver Verhaltenstherapie zu behandeln wären, dennoch leider oftmals die erste Wahl. Gerade in Ballungsräumen ist die Versorungssituaiton schwierig und es ist für Kassenpatienten erfahrungsgemäß oftmals nicht möglich, kurzfristig eine kognitive Verhaltenstherapie zu beginnen.

In zahlreichen Studien und Metaanalysen wurden eine mindestens genauso gute, manchmal sogar bessere Wirkung, für die interpersonelle Psychotherapie (IPT) nachgewiesen, wobei hier die Behandlungsdauer im Vergleich zur kognitiven Verhaltenstherapie in der Regel deutlich kürzer ist. Leider wird auch dieses hocheffiziente und nebenwirkungsarme Verfahren in Deutschland nicht von den Kassen übernommen, so dass es überwiegend nur Kassenpatienten oder privatversicherten Patienten, die als Selbstzahler auftreten, zur Verfügung steht.

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Depression und Entzündung

Depression und Entzündung

Depressionen und immunologische Prozesse?

Spielen immunologische bzw. entzündliche Prozesse einer Rolle bei der Entstehung von Depressionen? Bei der Schizophrenie werden mögliche entzündliche Ursachen schon seit längerem diskutiert und erforscht, recht neu ist dieser Ansatz allerdings bei Depressionen bzw. affektiven Störungen. Eine interessante arte-Reportage zu diesem Thema findet sich abrufbereit in der arte-Mediathek.

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